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Rasterakustisches Mikroskop (SAM): Ein Leitfaden für Anfänger
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Rasterakustisches Mikroskop (SAM): Ein Leitfaden für Anfänger

06- 07- 2026

10 wichtige FAQs zu C-SAM

Frage 1: Was ist ein Raster-Akustikmikroskop (SAM)?

A Rasterakustisches Mikroskop (SAM/C-SAM/SAT) ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren (ZfP), das hochfrequenten Ultraschall zur Abbildung der inneren Materialstrukturen nutzt. Es fungiert als „akustischer Computertomograph“ und erkennt verborgene Defekte unter der Oberfläche – wie Delaminationen, Hohlräume und Risse – in Halbleiterchips und elektronischen Gehäusen, ohne die Probe zu beschädigen. In der Industrie wird es auch häufig als akustisches Mikroskop, C-SAM, SAT oder zerstörungsfreies Prüfverfahren bezeichnet. Ultraschall Inspektionssystem.

Frage 2: Warum benötigt ein Raster-Akustikmikroskop Wasser? Kann es auch ohne Wasser betrieben werden?

Flüssigkeit (typischerweise Wasser) ist absolut unerlässlich; ein Betrieb ohne sie ist unmöglich. Ultraschall ist eine mechanische Welle, die ein physikalisches Medium zur Ausbreitung benötigt. Luft stellt eine extreme Barriere für hochfrequente Schallwellen dar; ohne Wasser als Koppelmittel würde der vom Wasser ausgesendete Ultraschall unkontrolliert abfließen. Wandler würde sofort von der Luft blockiert und reflektiert werden und könnte die Probe nicht durchdringen.

Warum Wasser unverzichtbar ist:

Kopplungsmedium: Überbrückt die Lücke zwischen Sonde und Probe, sodass Ultraschall hindurchtreten kann.

Fokussierte Unterstützung: Unterstützt die präzise Fokussierung des Strahls für hochauflösende interne Bildgebung.

Frage 3: Worin besteht der Unterschied zwischen SAM (Ultraschall) und Röntgen?

Es handelt sich um grundverschiedene Technologien, die auf völlig unterschiedlichen physikalischen Prinzipien beruhen:

SAM (Ultraschall): Beruht auf mechanische Wellen die sich durch Schwingungen des physikalischen Mediums ausbreiten und Bilder erzeugen, die auf Echo-ReflexionenEs ist außerordentlich empfindlich gegenüber Materialgrenzflächen, Delamination und LuftspalteDie

Röntgenbild: Beruht auf elektromagnetische Wellen und erstellt Bilder basierend auf Materialdurchdringung und DichtevariationenDie

Eine einfache Analogie zum Verständnis des Unterschieds:

Röntgen ist wie ein „durchsichtiger Blick“: Es durchdringt die gesamte Struktur, hat aber Schwierigkeiten, überlappende innere Schichten oder die Tiefe entlang der Z-Achse zu unterscheiden.

SAM ist wie ein „Sonarscan“: Es durchdringt die Probe Schicht für Schicht und zeigt so genau, an welcher Schnittstelle ein Problem besteht.

Wichtigste Erkenntnis: SAMs Erkennungsfähigkeit für Delamination, Hohlräume und Mikrorisse ist der Röntgenuntersuchung weit überlegen.

Frage 4: Warum bietet eine höhere Ultraschallfrequenz eine bessere Auflösung?

Je höher die Frequenz, desto kürzer die Wellenlänge, wodurch das System viel kleinere Strukturen auflösen kann.

Wellenlänge ≈ Auflösungsgrenze: In der Physik ist die minimale detektierbare Fehlergröße direkt proportional zur akustischen Wellenlänge (λ=v/f, wobei v die Schallgeschwindigkeit und f die Frequenz ist).

Die Analogie zum „Stift“: Stellen Sie sich vor, Sie schreiben mit einem dicken Filzstift im Vergleich zu einem Fineliner. Ein dicker Filzstift verwischt kleine Buchstaben, während ein Fineliner feinste Details perfekt wiedergibt. Eine höhere Frequenz verhält sich ähnlich wie dieser Fineliner.

Typische Wandlerfrequenzen im Vergleich zur lateralen Auflösung:

10 MHz: Laterale Auflösung≈150 μm

50 MHz: Laterale Auflösung ≈ 40 μm

100 MHz: Laterale Auflösung≈ 15μm

230 MHz: Laterale Auflösung ≈ 5 μm

400 MHz: Laterale Auflösung ≈1 μm

Frage 5: Ist eine höhere Frequenz immer besser? Warum nicht einfach immer die höchste Frequenz verwenden?

Ganz und gar nicht! Das ist ein klassischer „Kompromiss“, bei dem man nicht beides haben kann. > Höhere Frequenz: → Bessere Auflösung → Flachere Penetration

Hochfrequenz: Maximiert die räumliche Auflösung, leidet aber unter hoher Dämpfung (Energieverlust), Grenztiefe.

Niedrige Frequenz: Minimiert die Dämpfung bei der Tiefengewebspenetration, opfert aber die Fähigkeit, Mikrodefekte zu erkennen.

Frequenzleitfaden nach Halbleiteranwendung:

IGBT-Leistungsmodule: 10–50 MHz → Erforderlich zum Durchdringen dicker Kupfergrundplatten und zäher Silikongele.

SOT- und SMA-Diskretgehäuse: 30–150 MHz→ Ideal für Standard-Formmassen und Leadframe-Schnittstellen.

Wafer-Level Bonding: 100–300 MHz → Unverzichtbar für die Erkennung von Submikron-Hohlräumen in ultradünnen Silizium-Grenzflächen.

Frage 6: Worin besteht der Unterschied zwischen A-Scan, B-Scan und C-Scan?

Diese drei Scanmodi erfassen Daten aus verschiedenen Dimensionen, um unterschiedliche Inspektionsherausforderungen zu bewältigen:

A-Scan (Amplituden-Scan) – Fokus auf die Tiefe:

Der Wandler bleibt an einem einzigen Punkt fixiert und zeigt die Ultraschall-Echowellenformen von oben nach unten an.

Analogie: Wie ein "Kernbohrprobe"—es gibt Ihnen die genaue Tiefe jeder Materialgrenzfläche an dieser spezifischen Stelle an.

B-Scan (Helligkeitsscan) – Fokus auf den Querschnitt:

Der Wandler bewegt sich entlang einer einzigen linearen Bahn und erzeugt so ein vertikales Querschnittsbild.

Analogie: Wie ein "geschnittener Querschnitt"—es zeigt, wie dick eine Schicht ist und in welche Richtung sich ein Riss ausbreitet.

C-Scan (Constant Depth Scan) – Fokus auf die Oberfläche von oben:

Der Schallkopf führt einen vollständigen 2D-Flächenscan durch und extrahiert Echodaten ausschließlich aus einer bestimmten Tiefengrenzfläche.

Analogie: Wie ein "Röntgenaufnahme von oben"—es zeigt die horizontale Verteilung von Fehlern in dieser genauen Tiefe.

Branchenstatus: Dies ist der am weitesten verbreitete Modus und ideal für schnelle Chargenprüfungen!

Frage 8: Metalldurchdringung: Ist SAM für die Prüfung metallischer Bauteile geeignet?

Ja. Metall ist ein ausgezeichneter Leiter von Ultraschallwellen. Aufgrund der starken atomaren Bindung und der hervorragenden akustischen Eigenschaften dichter Festkörper wie Metalle und Keramiken breitet sich Ultraschall mit hoher Geschwindigkeit und sehr geringer Dämpfung aus.

Wichtige SAM-Anwendungen in der Halbleiterverpackung:

Lead-Frame-Schnittstelle: Lokalisiert Delaminationen an der Grenze zwischen Kupfer und Harz.

Wärmemanagement: Kartiert Hohlräume in der Lötschicht unter massiven Kupfer-Wärmeverteilern.

Leistungselektronik (IGBT): Deckt Delaminationen in keramischen Substraten auf (DBC/AMB).

Verkapselung: Durch Scannen von Epoxid-Formmassen (EMC), um innere, unter der Oberfläche liegende Fehler zu erfassen.

Frage 9: Welche Arten von Fehlern kann SAM erkennen?

SAM reagiert außerordentlich empfindlich auf Luftspaltschnittstellen und ist daher das führende Werkzeug zur Identifizierung sechs Hauptarten von inneren Defekten:

Delamination: Trennung zwischen Materialschichten (die absolute Stärke von SAM).

Leerräume: Eingeschlossene Luftblasen oder -taschen in Lötstellen oder leitfähigen Epoxidharzen.

Risse: Interne Mikrorisse oder Brüche in Siliziumchips, Substraten oder Keramiken.

Schlechte Haftung / Nicht nass: Unzureichende Haftung oder unvollständige Abdeckung zwischen Chip und Substrat (Probleme bei der Chipbefestigung).

Porosität / Unvollständige Füllung: Mikrohohlräume oder ungefüllte Bereiche innerhalb der Epoxid-Formmasse (EMC).

Heben: Ablösung oder „Anheben“ von Drahtbondflächen, Leadframe-Fingern oder Bumps.

Wie die Erkennung funktioniert (Das Prinzip):

Jeder innere Defekt erzeugt einen Luftspalt oder Hohlraum. → Luft führt zu einer extremen Diskrepanz in akustische Impedanz → Dies führt zu einer nahezu 100%igen starke Totalreflexion der Ultraschallwelle → Der Defekt erscheint als hochreflektierend, hellweißer Bereich auf dem SAM-Bild.

Frage 10: Ist die Raster-Akustikmikroskopie zerstörend für Bauteile?

Nein. SAM garantiert eine 100% zerstörungsfreie Untergrundanalyse.

Die akustische Energie mit niedriger Amplitude kartiert interne Grenzflächen sicher und ohne thermische oder physikalische Einwirkung. Abgeschirmt durch eine flüssige Koppelschicht, tastet der Wandler das Bauteil berührungslos ab und gewährleistet so die absolute Sicherheit für empfindliche Wafer, MEMS-Bauteile und Leiterplatten.

Standard-Implementierungsszenarien:

Wareneingangskontrolle (IQC): Vorsortierung vor der Montage, um fehlerhafte Chargen auszusortieren.

Zerstörungsfreie Vorprüfung: Visualisiert verborgene interne Anomalien und lässt die Probe für nachfolgende elektrische Tests unberührt.

DPA Support: Die Durchführung erfolgte in Übereinstimmung mit den Standards für militärische/luftfahrttechnische Erstbildgebung.

OQC/QA-Audits: Gewährleisten Sie fehlerfreie Lieferungen für Hochleistungsverpackungen.

Was ist Ihre größte Herausforderung im Bereich der Verpackungszuverlässigkeit heutzutage? Teilen Sie Ihre Gedanken in den Kommentaren mit oder senden Sie eine Direktnachricht, um Kontakt aufzunehmen.

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Wir sehen uns in der nächsten Ausgabe!

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